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Worum es wirklich geht




Gebet

Liebender Vater, der Du die Liebe bist, durch und durch Liebe, durch und durch gut, in allem gegenwärtig, das Lebens selbst, das in allem Lebendigen ist – Du bist der Raum, in dem wir alle existieren und Du bist der Geist, der in allem ist. Du durchdringst alles und bist die Quelle der Liebe, des Lebens, der Wahrheit, der Fülle in uns allen.

Du bist alles in allem unabhängig davon, was wir Menschen wissen, was wir für wahr halten, welcher Religion oder Gruppe wir angehören, welcher Weltanschauung wir anhangen. Du bist in den Mitgliedern indigener Völker, Du bist im Atheisten, im Agnostiker und im Naturalisten, im Evolutionisten, Kreationisten und im Wissenschaftler. Du durchdringst jedes und alles, jeden und alle. Es gibt nichts, wo Du nicht bist.

Der Stoff, aus dem die Wirklichkeit gemacht ist, ist Dein Lieben. Dein Licht in allem wurde zu Materie. Der Urgrund des materiellen Seins ist Dein bedingungsloses Lieben und damit Freiheit, Gnade, Vergebung, Gewaltfreiheit, Güte, Freundlichkeit.

Der Tod ist keine Strafe – er ist die notwendige Voraussetzung, dass sich der Mensch und das Leben immer mehr zum Wahren, zur Liebe und zur Freiheit hin entwickelt. Der Stachel des Todes ist genommen, wenn wir vor dem Tod keine Angst mehr haben und erkennen, dass er ein Übergang in eine andere Seinsform ist. Wahre, tiefe Liebe kann uns das lehren (die Liebe ist stärker als der leibliche Tod) und unverschuldetes, tiefes Leid kann uns das ebenfalls lehren (Leid kann unsere Augen öffnen für das wirklich Wichtige und Wesentliche).

Am Ende bleibt das Einssein mit Dir und das tiefe Verbunden-sein mit allem und mit allen. Am Ende wird deutlich: Du bist alles in allem.


Antwort

Wolfgang, Du bist auf dem Weg des Erkennens. Es geht bei mir nicht um Leistung, Konkurrenz, Streit, Kampf, Krieg, Macht, Gewalt, Reichtum, Ansehen, Sieg über andere, an die Spitze kommen, nicht um immer mehr, immer größer, immer höher, immer spektakulärer. Es geht nicht um Rekorde, Gewinne oder Bekanntheit, Rum oder menschliche Ehre. Es geht auch nicht ums Rechthaben.

Es geht um das Geheimnis des Seins, des Lebens, der Wirklichkeit. Es geht um das Mysterium des bedingungslosen Liebes, des grenzenlosen Vergebens, der alles einschließenden Gnade, der unbeschreiblichen Güte, der unbegrenzten Freiheit. Es geht um das, was nicht in Worte zu fassen ist, um das Unerklärliche, Unerforschliche, Unbegreifbare. Es geht um das Zusammenfallen der Gegensätze, um die Akzeptanz von Paradoxien, um das Sowohl-als auch, um das Aufgeben des dualistischen Denkens, Fühlens und Handelns.

Es geht um den Urgrund und Urhalt aller Wirklichkeit, um den Ursprung des Seins, um das, was alles zusammenhält. Es geht um mich in allem, um mich in allen, um mich in allem Lebendigen, um mich in jedem Menschen und in Dir. Es geht um Dich in mir, um alle Menschen existierend in mir, um alles Lebendige, das alles mein Leben in mir hat und erlebt, um alles in mir und um alles, das in mir geworden ist und existiert (Kol. 1:16; Apg. 17:28). Alles ist durch mich auf geheimnisvolle Weise verbunden und findet in mir sein Ziel und sein Einssein (Ko. 1:20). Ich liebe! Auch Dich!

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